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| Thomas
schreibt die Gedichte ... |
und
Simone
hat gemalt. :-) |
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WENN
DIE BLÄTTER FALLEN |
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FREMDER, BEKANNTER ODER FREUND? Wenn jemand meine Schritte abwartet, Meine Spuren liest, meinen Kurs studiert, Mit sicherem Abstand meiner Richtung folgt- Dann ist es ein Fremder. Wenn jemand meine Pfade kreuzt, Große Reden über gemeinsame Wege führt, Neugierde statt Interesse für meine Ziele zeigt- Dann ist er ein Bekannter. Wenn jemand mit mir geht, Bei eisigem Wind selbst Ausschau hält, Gemeinsam mit mir einen Weg sucht- Dann ist er ein Freund. (1998) |
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J
A H R E
Was ist passiert in den Jahren, wer hat uns die Flügel verklebt, wann haben wir uns festgefahren? Haben wir alle unsere Träume zerlebt? Was hat uns die Leichtigkeit genommen, wer wird noch den Abflug finden, wann haben wir Flugangst bekommen? Wollen wir uns nur noch im Alltag wiegen? Was hat unsere Gefühle eingeschnürt, wer hat uns den Mut zugeklemmt, wann wurden wir durch Trägheit verführt? Sind alle unsere Hoffnungen gehemmt? (1996) |
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V E R T R A U T H E I T Ich möchte in deine Seele schauen, einen großen Schluck von deinem Lachen trinken, würde gern mit dir auf Hoffnungen bauen, möchte in deiner Welt versinken. Um deine Ideen möchte ich mich ranken, möchte mit deinen Träumen fliegen, will diskutieren über Ziele, über Schranken, zusammen den Pessimismus besiegen. Über die Menschheit will ich mit dir streiten, mich verknäulen in deinen Gedanken, will reden über Wege, über Möglichkeiten und neue Kräfte bei dir tanken. |
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WORUM
ES NICHT GEHT |
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Winzigkeiten Ich glaube an die Winzigkeiten dieser Welt, an den winzigen Sproß der Hoffnung zwischen Mauern aus Beton, an den winzigen Tropfen Farbe in der Welt aus grau in grau, an den winzigen Hauch von Wärme zwischen Bergen aus Eisigkeit, an das winzige Wort der Wahrheit zwischen Fronten aus Betrug, an das winzige Zwinkern eines Lächelns in der Wüste der Ignoranz. |
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Rezept Ich weiß nicht das Rezept für ein Leben zu zweit, nur einige Zutaten. Ich möchte mit Deinen Zutaten Nach dem Rezept suchen Und finden - falls es eines gibt. Dann möchte ich mit dir so lange rühren, so lange würzen, so lange kosten, bis der Geschmack für uns beide stimmt. |
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M i t D i r Voller Strudel ist das Lebenswasser, Berge sind wie Barrikaden aufgestellt, das Licht der Welt wird immer blasser, Menschenseelen pressen Kälte in die Welt. Der Sturm quillt in unseren Lebenslauf, die letzte Luft steht schon im Ausverkauf. Manchmal treibe ich in der Strömung dahin. Manchmal fehlt die Kraft um bergauf zu gehen Manchmal frist die Kälte meinen Sinn. Manchmal kann ich kein Licht mehr sehen. Manchmal peitscht mich der Wind ziellos umher. Manchmal fällt mir das Atmen schwer. Aber mit dir schwitze ich im Frost, gleite ich gegen den Strom, voll Zuversicht, renne ich gegen den Wind von Nord nach Ost, strahlt neue Hoffnung im schwachen Licht. Mit dir laufe ich gegen Gebirge an Und die Luft übersprüht mich voller Elan. |
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N E U B E G I N N Laß uns einen Schlussstrich ziehen, Noch einmal neu zusammen starten, Nicht mehr vor Problemen fliehen, aber auch nicht einfach nur warten. Laß uns nicht weiter streiten Und nichts zerstören im Gewühl, nicht weiter zernerven die Zeiten. Es ist immer noch da - mein Gefühl. Laß uns nicht wälzen in alten Positionen Sondern Schritte zueinander gehen, Gefühle neu entdecken, die in uns wohnen Und die andere Ansicht verstehen. Laß uns den Neubeginn jetzt wagen, durch Kompromisse zum Mittelweg, ohne alle Momente zu zerfragen, einfach verlassen den morschen Steg. |
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F A R B E N Ich wünsche dir Farben, so bunt wie die Welt, so klar wie grelle Töne, pastell genug, um Ruhe zu schöpfen, aber kräftig genug, um die richtige Farbmischung für dich zu finden. |
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IM
TURM
Du schließt dich ein in deinem Turm, interessierst dich nicht mehr für die Welt, um dich herum brodelt der Sturm, doch alle Türen sind gründlich zugestellt. Du willst keinem mehr eine Chance geben, türmst den Pessimismus Stein auf Stein, willst nur noch an deiner Trauer kleben, mauerst dich in deinem Unglück ein. Du kletterst höher, verschläfst dein Leben, siehst kein Weg mehr für ein Lachen, keine Leidenschaft, kein Streben, willst nicht schlafen, willst nicht wachen. Komm herunter, mach die Türen auf, schließ dich nicht immer tiefer ein, gib deinem Leben wieder einen Lauf und such in der Welt dein neues Sein. |
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A
N F A N G
Wieder neue Menschen wieder übervoll der Sinn wieder eine neue Stadt wieder die Frage, wer ich bin? Wieder greif ich in die Sterne wieder steht ein Fuss im Staub, fliegen würd ich ja so gerne, für neue Träume bin ich noch zu taub. Wieder schwappt die Seele, wieder schwelgt ein neuer Mut, Schwermut würgt noch an der Kehle, Einsamkeit tut mir nicht gut. Fernweh hat mich sehr geschunden, Hoffnungen abermals verkleistert, Heimat noch immer nicht gefunden, und welche Gefühle sind gemeistert? Ich renne durch das Leben, kämpfe durch die Welt, will zu neuen Horizonten streben, doch die Fragen sind erst gestellt. |
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Es war wie immer: |
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November die
Weite der Erinnerungen auch
in die Enge der Gewohnheiten retten, den funkelnden Lichtstrahl auch durch Alltagswolken brechen lassen, durch goldene Herbstfarben auch das Großstadtgrau überleuchten lassen, die Ruhe für ein Lächeln auch in einer termingehetzten Zeit erkämpfen ? |
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DAS GEFÜHL ZWISCHEN GEHEN UND STEHEN Es ist nicht mehr die Lähmung und auch nicht mehr das Stehen, es ist noch lange kein Schwung, doch es ist schon fast ein Gehen. Die Kraft steht auf dem Sprung, kann sich noch nicht entfalten, der neue Mut ist noch jung, kann noch nicht wieder richtig walten. |
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